Fallstudie Flutmulde Rees 1 189
Fallstudie Flutmulde Rees 2 189

Fallstudie Flutmulde Rees 3 189

 

Tensar International GmbH
Erosionsschutzmatte Vmax P550 und Vmax C350, ca. 84.000 m²
Böschungssicherung Flutmulde Rees

 

Aufgabe

Die Flutmulde Rees am Niederrhein sollte ein Bypass für den Rhein werden, um vor allem den Hauptstrom bei Hochwasser zu entlasten und die Fließgeschwindigkeit zu reduzieren. Umfangreiche Erdmassen mussten dafür bewegt und dann vor Erosion geschützt werden, wobei die favorisierte Lösung die Bedürfnisse der Binnenschifffahrt und der Natur gleichermaßen erfüllen musste. Heute übernehmen die eingebauten Geokunststoffe je nach Lage und Einsatz diese Aufgaben.

Vorgehensweise

Im Wasserbau sind die Materialien unterschiedlichen Bedingungen ausgesetzt und müssen dementsprechend ausgewählt werden. Deshalb wurden oberhalb der Mittelwasserlinie die Erosionsschutzmatten Vmax P550 verlegt, hingegen in den oberen Böschungsbereichen die Erosionsschutzmatte Vmax C350. Diese Erosionsschutzmatte zeichnet sich besonders durch ihre Dreidimensionalität und Langlebigkeit aus und eignet sich bestens für die ca. 3 km lange und 120 - 180 m breite Flutmulde (84.000 m²). Die Matten wurden nach ihrem Einbau mit Röhrichtpflanzen oder Nassansaat begrünt, um einen möglichst natürlichen Lebensraum zu schaffen, der zusätzliche Stabilität bringt und vor den Erosionskräften des Flusses schützt.

Bei den ersten Hochwassern in 2015 zeigte sich, dass nach fünfjähriger Bauzeit diese gefährdenden Situationen wie geplant entschärft und die Fahrrinnenverhältnisse stabilisiert worden waren.

Das Projekt „Flutmulde Rees“ gilt als vorbildlich und fand auch international höchste Anerkennung als ein anerkanntes „Working-with-Nature“ (WwN)-Projekt, das auf dem 33. PIANC-Weltkongress (World Association for Waterborne Transport Infrastructure) den 3. Platz belegte (Quelle: Pressemitteilung Nr. 4/2014 des Wasser-und Schifffahrtamt Duisburg-Rhein).